Wie Echtzeit-Monitoring der mikrobiologischen Wasserqualität sauberes Trinkwasser aus mehreren Quellfassungen sicherstellt
- bNovate SA
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Updated: 4 days ago

Die Sicherstellung von sauberem, reinem Wasser in Systemen, die von mehreren Quellfassungen gespeist werden, ist anspruchsvoll – insbesondere dann, wenn traditionelle, laborbasierte Probenahmen nur verzögerte und unvollständige Einblicke liefern. Viele Wasserversorger benötigen eine schnellere und klarere Transparenz darüber, was an jeder einzelnen Quelle geschieht, statt lediglich aggregierte Ergebnisse zu erhalten.
Genau deshalb verändert die Echtzeit-Überwachung der mikrobiologischen Wasserqualität die Arbeitsweise von Wasserversorgungsunternehmen grundlegend.
WWZ, der Wasserversorger für 66.000 Menschen in der Schweiz, hat sein Überwachungssystem modernisiert, um kontinuierliche, quellenspezifische mikrobiologische Einblicke über vier Quellwasserleitungen hinweg zu erhalten. So half ihnen ein integrierter Monitoring-Hub dabei, Variabilitäten zu verstehen, Frühwarnsignale zu erkennen und durchgängig sauberes Wasser im gesamten Versorgungsnetz sicherzustellen.
Die Herausforderung: Mikrobielle Variabilität in Quellwassersystemen verstehen
Quellgespeiste Trinkwassersysteme gelten oft als stabil. Doch unterirdische Dynamiken wie Niederschlagsinfiltration, geologische Gegebenheiten, alternde Infrastruktur oder Bautätigkeiten können plötzliche mikrobielle Veränderungen verursachen.
WWZ bezieht sein Wasser aus rund 80 Quellen, die in vier Hauptversorgungsleitungen zusammengeführt werden. Mit herkömmlichen Probenahmemethoden war WWZ mit mehreren Einschränkungen konfrontiert:
Keine Echtzeit-Einblicke in jede einzelne Quelle
Langsame Laborergebnisse, die oft erst Tage nach der Probenahme vorlagen
Keine Transparenz darüber, wie einzelne Quellen auf Niederschläge oder Umweltveränderungen reagieren
Schwierige Identifikation der Quelle, die ungewöhnliches mikrobielles Verhalten ausgelöst hat
Für einen Wasserversorger, der sich der Bereitstellung von sauberem, reinem Wasser verschrieben hat, benötigte WWZ daher eine Überwachungsmethode, die kontinuierlich, automatisiert und für mehrere Quellen geeignet ist.
Kommt Ihnen diese Situation aus Ihrer eigenen Quellwasserüberwachung bekannt vor?
Eine moderne Lösung: Zentrale Echtzeit-Überwachung der mikrobiologischen Wasserqualität
Zur Vertiefung der Transparenz und zur Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit implementierte WWZ einen zentralen Echtzeit-Monitoring-Hub für die mikrobiologische Wasserqualität mit drei zentralen Komponenten:
Ein automatisierter Online-Analysator zur Bestimmung der Gesamtzellzahl (TCC) gemäß SVGW MW 102 – eine zentrale Kenngröße für die Überwachung der Reinwasserqualität.
Ein Mehrlinien-Probennahmemodul, das Wasser aus vier Quellfassungen in einen einzigen Analysator einspeist. So wird die Überwachung mehrerer Quellen ermöglicht, ohne mehrere Geräte installieren zu müssen.
Eine sichere Cloud-Plattform, die Betreibern Remote-Zugriff, Echtzeit-Visualisierungen und sofortige Warnmeldungen bei ungewöhnlichen mikrobiellen Veränderungen bietet.
Dieses Setup ersetzt langsame manuelle Probenahmen durch eine 24/7-Online-Überwachung und verschafft WWZ ein klares, kontinuierliches Bild jeder einzelnen Quelle.
Mikrobieller Monitoring-Hub von bNovate

Mehrere Quellen zu überwachen muss nicht mehrere Geräte bedeuten !
Was die Echtzeitüberwachung zeigte: Jede Quelle erzählt ihre eigene Geschichte
Sobald der Monitoring-Hub in Betrieb war, konnte WWZ erstmals erkennen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Quellen verhalten. Dabei wurden mehrere wichtige Erkenntnisse gewonnen:
1. Deutlich unterschiedliche mikrobielle Basiswerte je Quelle
Eine Quelle wies konstant etwa ~3.400 Zellen/mL auf, während eine andere über >25.000 Zellen/mL zeigte – ein Unterschied, der mit gelegentlichen Laboranalysen nicht erkennbar gewesen wäre.
2. Stark variierende Stabilität
Die Variabilität reichte von 11,8 % bis 52,6 % und machte deutlich, welche Quellen vorhersehbar sind und welche stärker schwanken.
3. Unterschiedliche Reaktionen auf Niederschläge
Einige Quellen reagierten nach Trockenperioden stark auf intensive Regenfälle, andere zeigten kaum Veränderungen. Dies ist entscheidend für die Risikobewertung und die frühzeitige Erkennung von Ereignissen.
4. Frühzeitige Erkennung von Anomalien
WWZ konnte nun ungewöhnliche mikrobielle Veränderungen in einzelnen Quellen gezielt identifizieren und präventive Maßnahmen einleiten, bevor die Wasserqualität beeinträchtigt wurde.
Diese Erkenntnisse zeigen, warum die Echtzeit-Überwachung der mikrobiologischen Wasserqualität periodischen Probenahmen überlegen ist: Sie macht das tatsächliche Verhalten jeder einzelnen Quelle sichtbar.
Jede Quelle folgt ihrem eigenen Muster – wird dieses in Ihrer Überwachung berücksichtigt?
Operativer Mehrwert: Schnellere Entscheidungen und stärkere Kontrolle der Wasserqualität
Mit quellenspezifischen Echtzeitdaten erzielte WWZ sofort spürbare operative Vorteile:
Schnellere Reaktionszeiten: Warnmeldungen aus der BactoCloud informieren die Betreiber innerhalb von Stunden – statt erst nach Tagen – über ungewöhnliches mikrobielles Verhalten.
Höhere operative Effizienz: Ein Analysator in Kombination mit dem BactoSwitch ermöglicht die gleichzeitige Überwachung von vier Quellen, reduziert den Wartungsaufwand und vereinfacht die Arbeitsabläufe.
Bessere Vorbereitung auf Compliance-Anforderungen: Kontinuierliche TCC-Daten unterstützen ein Risikomanagement im Einklang mit den Schweizer Trinkwasserrichtlinien.
Verbesserte strategische Planung: Das Verständnis darüber, welche Quellen stabil sind und welche stärker variieren, hilft bei der Priorisierung von Inspektionen, Investitionen und Schutzmaßnahmen.
Das Ergebnis ist ein robusteres System, das dauerhaft sauberes, reines Trinkwasser liefert.
Kundenperspektive
„Dank BactoSwitch und BactoCloud haben wir vollständige Transparenz über die mikrobiologische Qualität all unserer Quellwässer erhalten. Die Monitoring-Lösung macht nicht nur Unterschiede zwischen den einzelnen Quellen sichtbar, sondern alarmiert uns auch sofort bei ungewöhnlichen Veränderungen. Das ist entscheidend, um rasch die richtigen Maßnahmen festzulegen und zu verstehen, wie unsere Quellen auf Einflussfaktoren reagieren.“
– Karl Zimmermann, Brunnenmeister bei WWZ

Warum diese Erkenntnisse für Wasserversorger entscheidend sind
Viele Wasserversorger beziehen ihr Wasser aus mehreren Quell- oder Grundwasserfassungen. Ohne eine Echtzeit-Überwachung der mikrobiologischen Wasserqualität bleiben jedoch entscheidende Muster verborgen.
Die Erfahrungen von WWZ zeigen:
Jede Quelle verhält sich unterschiedlich; selbst innerhalb desselben Einzugsgebiets
Die Überwachung mehrerer Quellen macht Variabilitäten sichtbar, die für das Risikomanagement essenziell sind
Ein einzelner Analysator in Kombination mit einem Mehrlinienmodul ist äußerst kosteneffizient
Cloud-basierte Alarmierungen erhöhen die operative Resilienz
Für Wasserversorger, die dauerhaft sauberes, reines Wasser sicherstellen wollen, wird die Echtzeitüberwachung zunehmend unverzichtbar.
FAQ: Echtzeitüberwachung für sauberes, reines Wasser
Was ist Echtzeit-Überwachung der mikrobiologischen Wasserqualität?
Dabei handelt es sich um die automatisierte Messung mikrobieller Zellzahlen direkt im Wassernetz – ohne auf Laborergebnisse warten zu müssen.
Warum ist sie für Quellwasser besonders wertvoll?
Quellen können sich aufgrund von Niederschlägen, geologischen Bedingungen oder Infrastrukturproblemen schnell verändern. Die Echtzeitüberwachung erfasst solche Veränderungen sofort.
Können mehrere Quellen mit einem Gerät überwacht werden?
Ja. Mit einer Lösung wie BactoSense in Kombination mit dem BactoSwitch können bis zu vier Leitungen mit nur einem Analysator überwacht werden.
Ersetzt das Laboranalysen?
Nein. Die Echtzeitüberwachung ergänzt Laboranalysen, indem sie kontinuierliche Einblicke ermöglicht und Ereignisse deutlich schneller erkennt.






